Werdendes Paar in einem goldenen Feld, das die Leihmutterschaft in Zypern verkörpert
Assistierte Reproduktion

Leihmutterschaft

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Leihmutterschaft verstehen

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Was ist Leihmutterschaft?

Leihmutterschaft ist eine assistierte Reproduktionstechnik (ART), bei der eine Frau (die Leihmutter) ein Kind für eine andere Person oder ein anderes Paar (die Wunscheltern) austrägt und zur Welt bringt. Dieser Weg wird gewählt, wenn die Wunschmutter aus medizinischen Gründen keine sichere Schwangerschaft austragen kann oder wenn ein gleichgeschlechtliches männliches Paar sich ein leibliches Kind wünscht.

Es gibt zwei Hauptformen der Leihmutterschaft:

  • Traditionelle Leihmutterschaft bedeutet, dass die Leihmutter sowohl ihre Eizelle als auch ihre Gebärmutter für die Schwangerschaft zur Verfügung stellt. Der Samen der Wunscheltern wird zur Befruchtung der Eizelle der Leihmutter verwendet, und der daraus entstehende Embryo wird in ihre Gebärmutter eingesetzt.
  • Gestationelle Leihmutterschaft bedeutet, dass die Leihmutter eine Schwangerschaft mit einem Embryo austrägt, der aus Samen und Eizellen der Wunscheltern entstanden ist. Die eigene Eizelle der Leihmutter wird dabei nicht verwendet.

Wie läuft eine Leihmutterschaft ab?

Im Verlauf der Leihmutterschaft stellen die Wunscheltern eigene Eizellen und Samen bereit oder greifen auf gespendete Eizellen bzw. Spendersamen zurück, um Embryonen zu erzeugen, die anschließend in die Gebärmutter der Leihmutter übertragen werden. Die Leihmutter trägt die Schwangerschaft aus und bringt das Kind zur Welt, das dann den Wunscheltern übergeben wird.

  • Prüfung der Wunscheltern: Die Wunscheltern durchlaufen eine umfassende Prüfung, die Krankengeschichte, psychische Bereitschaft und rechtliche Aspekte berücksichtigt.
  • Auswahl der Leihmutter: Eine geeignete Leihmutter wird auf Grundlage medizinischer Eignung und gemeinsamer Wertvorstellungen ausgewählt. Sie durchläuft gründliche medizinische und psychologische Untersuchungen.
  • Rechtliche Vereinbarungen: Es werden Verträge geschlossen, die die Rechte und Pflichten aller Beteiligten festlegen, um einen reibungslosen und transparenten Ablauf zu gewährleisten.
  • IVF-Verfahren: Es wird eine In-vitro-Fertilisation (IVF) durchgeführt, bei der eine Eizelle mit dem Samen des Wunschvaters befruchtet wird. Der daraus entstehende Embryo wird anschließend in die Gebärmutter der Leihmutter übertragen.
  • Schwangerschaft und Geburt: Die Leihmutter trägt die Schwangerschaft aus, und nach der Geburt sorgen rechtliche Verfahren für die reibungslose Übertragung der Elternrechte auf die Wunscheltern.

Wann wird eine Leihmutterschaft empfohlen?

Eine Leihmutterschaft kann in folgenden Fällen empfohlen werden:

  • Die Wunschmutter hat eine Erkrankung, die eine Schwangerschaft ausschließt.
  • Gleichgeschlechtliche männliche Paare wünschen sich ein leibliches Kind.
  • Frühere erfolglose Versuche mit anderen Kinderwunschbehandlungen.

FAQs

Welche rechtlichen Aspekte gelten für die Leihmutterschaft in Nordzypern?

Die Leihmutterschaft ist in Nordzypern gesetzlich nicht geregelt; es gibt keine eigene Rechtsvorschrift, die sie ausdrücklich verbietet oder erlaubt. Dadurch ist die Rechtslage der Leihmutterschaft in Nordzypern unklar und auslegungsbedürftig.

Einige Rechtsexperten vertreten die Auffassung, dass Leihmutterschaftsvereinbarungen als von Anfang an nichtig (void ab initio) gelten könnten, also mangels rechtlicher Anerkennung von Beginn an unwirksam sind. Andere sind der Ansicht, dass solche Vereinbarungen wirksam sein könnten, sofern sie auf privaten Verträgen zwischen allen Beteiligten beruhen.

Angesichts dieser Unsicherheit ist es ratsam, dass Personen, die eine Leihmutterschaft in Betracht ziehen, eine Anwältin oder einen Anwalt hinzuziehen, um ihre rechtlichen Möglichkeiten und die möglichen Risiken einzuschätzen. Weitere zu berücksichtigende Faktoren: Die Gesetze des Heimatlandes der Wunscheltern können weiterhin gelten; die Rechte der Leihmutter sollten geschützt werden; und das Wohl des Kindes sollte an erster Stelle stehen.